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	<title>Elektrozäune unterm Regenbogen</title>
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		<title>Elektrozäune unterm Regenbogen</title>
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		<title>ABC South Africa</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 19:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mein Leben und ich]]></category>

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		<description><![CDATA[A… bafana, abafana Korrekte Übersetzung der Exklamation: &#8222;Jungs, Jungs&#8220; in die Sprache Zulu. Durch ein globales Missverständnis wurde daraus Bafana Bafana – die Hoffnung, Euphorie und Feierlaune einer ganzen Nation in 6 Silben komprimiert. Pienaar auf Tshabalala; Tshabalala läuft, zieht ab … TOOOOOR: nichts war mehr komprimiert; alles war groß, laut, wild, singend, tanzend, schreiend; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=152&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>A</strong>… <em>bafana, abafana</em></p>
<p>Korrekte Übersetzung der Exklamation: &#8222;Jungs, Jungs&#8220; in die Sprache Zulu. Durch ein globales Missverständnis wurde daraus Bafana Bafana – die Hoffnung, Euphorie und Feierlaune einer ganzen Nation in 6 Silben komprimiert. Pienaar auf Tshabalala; Tshabalala läuft, zieht ab … TOOOOOR: nichts war mehr komprimiert; alles war groß, laut, wild, singend, tanzend, schreiend; nicht nur der Name des Schützen klang in den nächsten 10 Minuten wie Musik – bis zum Ausgleich durch Mexiko. Am folgenden Mittwoch gegen Uruguay wäre wohl so mancher lieber in der kältesten Nacht des Jahres erfroren, als die Demontage der südafrikanischen Träume mit ansehen zu müssen. Beim abschließenden Gruppenspiel flammten die Hoffnungen noch einmal auf; doch, zugegebenermaßen, hat sich Frankreich wohl eher selbst geschlagen, als dass es unsere Jungs getan hätten. Am Ende fehlten zwei Tore zum Wunder am Kap.</p>
<p><strong>B</strong>… <em>uren</em>; <strong>B</strong><em>oereworst</em></p>
<p>Ersteres vermittelt eher unappetitliche Assoziationen (siehe T), doch haben die einzigen weißen Afrikaner eine sehr lobenswerte Erfindung diesem Land geschenkt: die Boereworst ist lecker, und weil das so toll ist, wird das afrikaanse Wörtchen ‚lekker&#8217; für alles Gute und Schöne verwendet: Heute ist zum Beispiel ein ‚lekker dag&#8217; (womit meine Afrikaanskenntnisse auch schon erschöpft wären – diese Sprache ist auch einfach mal nicht lekker)</p>
<p><strong>C</strong>… <em>offee Bay</em></p>
<p>Wer nun nach der ‚besten WM aller Zeiten&#8217; meint, Südafrika habe gar nichts mit dem schwarzen Kontinent zu tun &#8211; das ‚Afrika&#8217; im Namen haben die sich erschummelt – dem sei geraten, einmal Coffee Bay aufzusuchen. In diesem kleinen Örtchen zwischen Durban und Port Elizabeth grasen die Kuhherden noch aus den Schlaglöchern der Bundesstraße und schauen die Sangomas ihrem Dagga noch beim wachsen zu, das sie Tag aus Tag in ihrer Heilerhütte rauchen.</p>
<p><strong>D</strong>… <em>elivery Xtrem, Melville</em></p>
<p>Nie wieder kochen, nie wieder bei Romans Pizza in der Schlange stehen, nie wieder die Namensironie ansässiger &#8216;Fast&#8217;foodketten ertragen müssen! Möglich macht&#8217;s: Melville Delivery Xtrem. Der südafrikanische Geniestreich steckt in einem kleinen blauen Heft, in dem alle Restaurants, einschließlich Pizzerias und Mc Donalds, aufgelistet sind. Es gibt eine zentrale Nummer, um seine Essenswünsche anzugeben, pro Lieferung dürfen zwei verschiedene Lokalitäten gewählt werden, fertig! Genial, nich<span style="font-family:Wingdings;">J</span> Und wenn ein hysterisch hupender Motorradfahrer vor dem Gate steht, ist Abendbrotszeit.</p>
<p><strong>E</strong>…<em> is</em>; <strong>e</strong><em>iskalt</em></p>
<p>Ersteres wird zu Silvester bei 38° in Kapstadt dringend benötigt. Zweiteres ist der einzige klare Gedanke den man in einer Juni-Nacht beim Public-Viewing fassen kann. Verkehrte Jahreszeiten sind schon irre: wir waren fast so weit, das Möchtegern-Weihnachten im Sommer am 24.Juni nochmal richtig zu feiern, mit Kaminfeuer, Decken und allem was dazu gehört.</p>
<p><strong>F</strong>…<em> ive, Big</em></p>
<p>Sind der einzige Grund, warum Südafrika-Touristen nach Johannesburg kommen: Hier befindet sich der Internationale Flughafen mit größter Nähe zum Krüger Nationalpark.</p>
<p>Zum erlauchten Kreis gehören: indlovu, inyathi, ibhubesi, ubhejane, ingwe (*<em>Das war Zulu</em>*) Wer jetzt aus irgendeinem Grund immer noch nicht Bescheid weiß, kann&#8217;s ja mal googeln. Soviel sei verraten: Giraffen gehören nicht dazu. Das macht die Big Five für mich zu einer absoluten Farce; nach meinen Englischkenntnissen übersetzt man ‚Big&#8217; am besten mit ‚groß&#8217; – sind Giraffen nicht 3 Köpfe größer als Elefanten, 10 Köpfe größer als Nashörner und Büffel und ungefähr 100 Köpfe größer als Löwen und Leoparden (ui Mist, jetzt isses raus <span style="font-family:Wingdings;">L</span>). Geht es denn in dieser Welt immer nur ums Gewicht? Könnte es nicht auch mal um Ästhetik gehen – der Durchschnittsbüffel ist echt hässlich…</p>
<p><strong>G</strong>… <em>ym</em></p>
<p>Sündhaft teuer, da essentiell in der Stadt, in der man sich laut Anweisung nur auf 4rädrigen Untersatz fortbewegen darf. Außer man muss den ganzen Nachmittag 5jährigen hinterher rennen. Außerdem ist da ja noch das alldonnerstägliche Lehrerkicken, die spaßigste Konstante in diesem Jahr.</p>
<p><strong>H</strong>… <em>ow are you?</em></p>
<p>Wird hier nicht nur auf nahezu penetrante Weise der Begrüßung hinzugefügt, sondern ersetzt diese im Normalfall.</p>
<p><strong>I</strong>… <em>nsgesamt</em></p>
<p>7 Autos haben wir in den letzten 11 Monaten gefahren und ich hab keine allzu große Hoffnung, dass das aktuelle Exemplar die letzten zwei Wochen noch durchhält. Es raucht erstaunlich schwarz aus dem Auspuff, jeden zweiten Tag muss man die Reifen aufpumpen lassen und 40 Liter Benzin reichen für ungefähr 40 Kilometer. Lang lebe Rent a Wreck! Öffentlicher Nahverkehr ICH KOMME!!!</p>
<p><strong>J</strong>…<em> ahresbilanz</em></p>
<p>Nett war&#8217;s<span style="font-family:Wingdings;">J</span></p>
<p><strong>K</strong>… <em>e Nako</em></p>
<p>It&#8217;s time. Der Slogan prangt noch immer von jeder zweiten Laternensäule der Stadt, wie schon die gesamten letzten 11 Monate. Das Land hat früh begonnen, sich auf die WM einzuschwören; Zwanzigzehn wurde zum Zauberwort stilisiert: in kaum einem Kopf und auf kaum einem Werbeplakat war noch für etwas anderes Platz. Und dann kam der 11.Juni 2010 – Es war Zeit, es war eine tolle Zeit – doch die Zeit, dass sie nicht stehen bleibt und Zeitlupen gibt es leider auch nur bei Fußballübertragungen. Jetzt kehrt am Kap der unumgängliche WM-Blues ein: die Plakate hängen noch, die Sender wollen einfach nicht aufhören die besten Spiele zu wiederholen (namentlich: Deutschland-Argentinien), doch in die Köpfe kriecht langsam die Gewissheit, dass der Traum zu einem guten Ende geträumt wurde. So wird es jetzt auch für mich – ke nako – Zeit: noch 15 mal träumen und dann steht der Wecker am International Tambo Airport für mich bereit.</p>
<p><strong>L</strong>…<em> osigkeit; Arbeits-; Plan-</em></p>
<p>Ersteres gibt es jetzt, da die Stadien gebaut und die Touristen zu Hause sind, wieder in hohem Maße: von 30-40% ist die Rede. An zweiteres gewöhnt man sich schnell, irgendwie klappt dann ja doch immer alles…</p>
<p><strong>M</strong>… <em>andela</em>, <strong>M</strong><em>alema</em>, <strong>M</strong><em>ugabe</em></p>
<p>Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man diese drei Namen überhaupt in eine Reihe eines Blogartikels schreiben darf; das hat doch bestimmt irgendjemand verboten: die UN, das Nobelpreiskomitee in Oslo, Mandela selbst…? Obwohl zum mindest Herrn Malema die Gesellschaft ausgesprochen gut gefallen dürfte. Stellen wir die drei mal kurz vor:</p>
<p>M1: bekanntlich einer der größten Männer der Weltgeschichte, der die meiste Zeit seiner politischen Karriere gar nicht so friedlich gedacht hat, wie alle denken, aber wer hat das schon getan. Wird wohl bald sterben, weswegen bei sämtlichen Fernsehsendern der Welt schon die Nachrufe bereit liegen.</p>
<p>M2: Ist als ANC-Youthleagueleader in die Fußstapfen Mandelas getreten, scheint aber den alten Bob aus Simbabwe sehr viel cooler zu finden als den alten Nelson aus Umtata. Ansonsten erinnert einiges an den deutschen Guido: immer viel reden, immer viel Unsinn. Deutschland sollte aber echt nicht jammern: Westerwelle ist ja noch nicht auf die Idee gekommen, ein Lied wie ‚Shoot the Boer&#8217; bei einer Kundgebung anzustimmen.</p>
<p>M3: Hatte eine schwere Kindheit. Aber bei aller psychologischen Sensibilität kann das nicht viel entschuldigen. Vor ein paar Jahren noch ein gefeierter Freiheitskämpfer wie Mandela, doch dann fand er es irgendwie interessanter ein blühendes Land an den Abgrund und darüber hinaus zu führen.</p>
<p><strong>N</strong>…<em> kosi</em></p>
<p>: Das Bantu-afrikanische Wort für ‚Gott&#8217; und gleichzeitig einer der häufigsten Nachnamen in diesen Landen. Religion spielt in Südafrika eine für Europäer ungewohnt große Rolle, überraschenderweise bei Weißen und Schwarzen gleichermaßen. Es gibt alle Formen von Kirche, von Katholisch, Dutch-Protestant, Anglikanisch bis zu kleineren Gruppen, wie den Baptisten, Methodisten und allerlei Strömungen von denen ich noch nie etwas gehört habe. Da Glaube wird vor allem auch auf afrikaanser (burischer) Seite sehr fundamental gelebt. Auf schwarzafrikanischer Seite gibt es den Dauerkonflikt zwischen alten Naturreligionen und – brauchtümern und der christlichen Kirche. Viele, vor allem in dörflichen Regionen, sehen keinen direkten Widerspruch und leben beide Seiten aus. Das wird aber von christlicher Seite zumeist verurteilt. So kommt es zu grotesken Szenen, wie bei unserem Besuch in Bettys Kirche, wo die Priesterin zunächst die Sangomas und dessen Gefolgschaft verteufelte und anschließend etlichen Gemeindemitgliedern, die Hand auflegte, um die Dämonen auszutreiben – ganz in der Art der traditionellen Heiler…</p>
<p><strong>O</strong>… <em>mnipräsenz</em></p>
<p>Es gibt gar nicht viele Wörter, die mit ‚o&#8217; anfangen – habt ihr da mal drüber nachgedacht? Also muss ich mir jetzt schnell was überlegen, was in Südafrika omnipräsent ist. Mmh kurz im Wörterbuch geblättert… Oja: Orangen, lekker! Obst (hui das fängt ja auch mit O an) ist hier 24/7/12 erhältlich und echt gut. Also jeden morgen eine morgendliche Orange und schon hat man für einen Nachmittag Energie, kleine Kinder im Kreis herumzuschleudern.</p>
<p><strong>P</strong>… <em>retoria</em></p>
<p>Kaum hat man die Johannesburg umgebende Schallmauer in Richtung Norden durchbrochen, empfängt das Radio wie durch einen Fluch nur noch pretorianische Sender: das heißt man wird auf Afrikaans vollgequatscht und vollgeschlagersängert. Das hierdurch aufkommende Aggressionspotential kann auch nicht durch die 2 Wochen im Jahr rosa blühenden Jacaranda-Alleen aufgefangen werden. Das liegt zum einem an dem Wissen, dass die berühmten Bäume den eh schon sehr labilen Wasserhaushalt des Landes durcheinander bringen und zum anderen an der Sprecherin des englischsprachigen (!) Jacaranda FM, die gerade zum Besten gibt, dass sie jede Regel beim Rugby kennt, aber keine Ahnung von Fussball hat: Willkommen in der Haupstadt Südafrikas, dem uncoolsten Fleck des Landes!</p>
<p><strong>Q</strong>… <em>uo Vadis?</em></p>
<p>Ja, weiß ich jetzt grad auch nicht… Und du?</p>
<p><strong>R</strong>… <em>ainbownation</em></p>
<p>So hat Nelson Mandela 1994 sein Land getauft und damit den richtigen &#8216;Spirit&#8217; und doch unerfüllbare Erwartungen in sein Volk gelegt. Es gibt EIN Nationalgefühl zwischen Weißen, Coloured, den Bantustämmen, den Indern und Portugiesen – nur wissen die Gruppen noch nicht so richtig, was sie miteinander anfangen sollen. Weiße gehen nirgendswohin, wo nur Schwarze sind, weil das zu gefährlich ist. Die Schwarzen hegen großes Misstrauen gegenüber den Weißen; da wirken manche Wunden einfach zu tief. Aufgehetzt werden beide Seiten von irren Politikern, die kein Wort von dem verstanden haben, was Madibas Plan für das Land war. Kraft ist genug ist da, es müssen nur alle an einem Strang ziehen. Und so schwebt das Wort ‚Regenbogennation&#8217; gleichzeitig als Mahnung und große Hoffnung über Südafrika.</p>
<p>Doch dann gewannen die German Wunderkidz 4:1 gegen England und schon titelte ‚The Sun&#8217; (die hießige Bildzeitung): The real rainbownation. Damit hat sich die Sache für Südafrika jetzt wohl erledigt. Bafana: nehmt ein paar mehr Weiße und Inder ins Team auf und schon könnt ihr wieder mitreden.</p>
<p><strong>S</strong>… <em>hosholoza</em>; <strong>S</strong><em>treik(s)</em></p>
<p>Der alte Freiheitssong &#8216;Shosholoza&#8217; wurde schon von Mandela und Gefährten auf Robben Island gesungen und gilt heute als heimliche Nationalhymne von Südafrika. Wer sich während der WM über mangelnde Fangesänge aufgrund zu lauter Vuvuzelas beschwert hat, hätte mal ganz genau bei den Bafanaspielen hinhören sollen: es verging kaum eine Minute, in der nicht aus irgendeiner Ecke des Stadions die geschichtsträchtigen Zeilen ertönten – und glaubt mir, das klingt sogar noch schöner als ein kräftiges ‚Englands going home&#8217; in Deutschen Ohren. Das Lied sangen die Minenarbeiter, die in Zügen in die Stadt gebracht wurden: Wer schonmal ein Kind von der Eisenbahn erzählt hören hat, weiß woher die Lautmalerei ‚Shosholoza&#8217; kommt. Stimela, Stimela South Africa heißt es dann später: Vorwärts, Vorwärts Südafrika.</p>
<p>Vorwärts ging es im letzten Jahr nicht immer. Das Jahr 2010, indem doch alles besser werden sollte, hat bis jetzt noch keine streikfreie Minute gesehen. Erst die Busse, dann die Minibustaxis, dann die Züge und während der WM die Polizei. Südafrika ist eine developing nation – ein Schwellenland – und alle wollen was vom Kuchen abhaben. Wenn sie damit mal nicht ihren Zug zum Stocken bringen…</p>
<p><strong>T</strong>…<em> erreblanche, Eugen</em></p>
<p>Wird wohl als das Sinnbild für ‚Den Buren&#8217; eingehen: Ein weißer Afrikaner, der irgendwo im Transvaal auf seiner Farm rumchillt und Schwarze nicht mag. Die Schwarzen mochten ihn dafür auch nicht, weswegen er von zwei jugendlichen Farmarbeitern des Nachts erdolcht wurde. Dass die Ermittlungen ergaben, dass das Ganze nichts mit dem Rassenkonflikt als solchem zu tun hatte, sondern eher mit den sexuellen Trieben und der mangelenden finanziellen Liquidität Herrn Terreblanche, ging in der Aufregung um die Ereignisse völlig unter. Aufregung gab es, da ET Anführer der stärksten rechtsextremen Gruppierung des Landes war und immer wieder in den Zeitungen als Angreifer auf schwarze Mitbürger erschien. ‚Das Land steht am Rande des Bürgerkrieges&#8217; hieß es dann auf einmal in der ausländischen Presse. Die schlimmsten Kämpfe hab ich wohl verschlafen und so konnte ich dann auch nur verwundert den Kopf über die email von Kulturweit schütteln: ‚Ist denn die Sicherheitslage noch verantwortbar oder sollen wir Sie lieber heimholen?&#8217;</p>
<p><strong>U</strong>… <em>ruguay</em></p>
<p>Wurde von jeder afrikanischen Weltkarte verbannt und irgendwo im Urwald Ghanas (?) werden gerade Woodo Puppen mit dem Namen <em>Suarez </em>gestickt… Wuhahah<span style="font-family:Wingdings;">J</span></p>
<p>Nein, das ist jetzt nicht ganz fair: Uruguay ist ja ein sehr kleines Land, da bedarf es eben völkerrechtlich wenig zu begrüßender Regelverstöße, um auch mal in die Weltnachrichten zu kommen. Dennoch: das sollte eine afrikanische WM werden und die kleinen uruguayanischen Antihelden, die erst den Gastgeber aus dem Turnier geworfen und dann per Hand den historischen Halbfinaleinzug Ghanas verhindert haben, mussten unbedingt alles kaputt gemacht.</p>
<p><strong>V</strong>… <em>uvuzela</em></p>
<p>Sind cool, basta!</p>
<p><strong>W</strong>… <em>arten</em></p>
<p>Ganz nach dem afrikanischen Stereotyp eine meiner Hauptbeschäftigungen in den letzten 11 Monaten.</p>
<p><strong>X</strong> … <em>avier Naidoo</em></p>
<p>.. von dem hat man ja bei dieser WM gar nichts gehört, wasn da los gewesen???? ….</p>
<p><strong>Y</strong>…<em> enza kahle</em></p>
<p>‚Tu das Gute&#8217; – Überall, wo keine ‚Ke Nako&#8217; Plakate angebracht sind, ruft uns ein südafrikanischer Sportler diesen freundlichen Rat entgegen. 11% der Südafrikaner geben an, HIV infiziert zu sein; in Krankenhäusern wurde der Virus bei 30% aller schwangeren Frauen festgestellt – die tatsächliche AIDS-Rate liegt wohl irgendwo dazwischen. Während Zuma noch vor einem Jahr erklärte, er habe nach dem Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Frau richtig heiß geduscht und damit habe sich die Sache erledigt, scheint die zahlreichen landesweiten Aufklärungskampangen bei den Jugendlichen langsam erste Früchte zu tragen. Man kann nur hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt.</p>
<p><strong>Z</strong>…<em> ubehör, personelle</em></p>
<p>= Putzfrau, Gärtner, Einkaufstüteneinpackerin, Tankwart, Baustellenwinker, Parkeinweiser, Parkticketeinstecker, Straßen-Security-Guard usw.</p>
<p>Im Prinzip ist das ja alles sehr nett, nur könnte es zu Problemen in der Heimat führen: An der Tankstelle werde ich grundsätzlich erst einmal 15min sitzen bleiben und mich wundern, warum keiner kommt, mir mein Auto vollzutanken. Im Supermarkt werde ich hilflos vor meinen Einkäufen stehen und nicht wissen, wie ich sie richtig eintüten soll (das ist echt eine ausgeklügelte Technik, ich wette, die Frauen haben das studiert). Beim Einparken werde ich wohl allen Beteiligten einige Schrammen zufügen und beim Ausparken bleibt mir nichts anderes übrig, als die 20cent auf den Boden fallen zu lassen – es ist ja keiner da, sie mir abzunehmen. In Baustellen werde ich vermutlich hin und wieder hineinfahren, da keiner davor steht und einem mit seiner Fahne so ein cooles FormelEins Gefühl gibt. In meinem Bett am Nordplatz 1 werde ich kaum einschlafen können, da die Wittgensdorfer Hauptstraße nicht ausreichend mit Securityguards besetzt ist. Auf den Gärtner hingegen kann ich herzlich gerne verzichten, da buch&#8217; ich mir lieber Merlin, aber das jeden Montagabend der Abwasch gespült, das Bad geputzt und meine Bettwäsche frisch aufgezogen ist – daran kann man sich schon gewöhnen.</p>
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		<title>FOTOS!!!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 10:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://picasaweb.google.de/elisabethmuche/ Hier findet ihr Bilder aus dem Krüger und aus Maputo &#8211; die restlichen Kommentare kommen noch.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=149&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p>Hier findet ihr Bilder aus dem Krüger und aus Maputo &#8211; die restlichen Kommentare kommen noch.</p>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 20:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Zeit zum Schreiben, also nur Bilder: http://picasaweb.google.com/elisabethmuche/FussballSoccerYeBola?authkey=Gv1sRgCNv1p-nVuYivigE#<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=127&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Zeit zum Schreiben, also nur Bilder:<br />
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	</item>
		<item>
		<title>Bitte um Spielplanänderung!</title>
		<link>http://elliinjoburg.wordpress.com/2010/06/15/bitte-um-spielplananderung/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 15:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich plädiere dafür, dass die FIFA endlich Vuvuzelas Vuvuzelas sein lässt und stattdessen dafür sorgt, dass Deutschland jeden Tag auf dem Spielplan steht. Die Tatsache, dass die Deutschen offenbar als einzige in diesem Turnier in der Lage sind mehr als ein Tor in einem Spiel ohne fremde Hilfe zu schießen (an dieser Stelle wird noch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=144&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich plädiere dafür, dass die FIFA endlich Vuvuzelas Vuvuzelas sein lässt und stattdessen dafür sorgt, dass Deutschland jeden Tag auf dem Spielplan steht.
</p>
<p>Die Tatsache, dass die Deutschen offenbar als einzige in diesem Turnier in der Lage sind mehr als ein Tor in einem Spiel ohne fremde Hilfe zu schießen (an dieser Stelle wird noch einmal des eindrucksvollen Eigentors der dänischen Abwehr gedacht), sorgt nicht nur bei dem zum Pessimismus neigenden Fan der Nationalmannschaft für Glückshormon, lässt nicht nur die ausländische Presse ihre sonst bezüglich deutschen Fußballs übliche Kriegsrhetorik vergessen und lässt im krisengeschüttelten Deutschland die Hoffnung auf ein neues Sommermärchen wachsen. Der deutsche Zauberfußball hat noch einen viel praktischeren Nutzen im 1800Meter hohen südafrikanischen Winter. Özil, Müller, Podolski und Co. Erwärmen das Herz und –weitaus bedeutender- die gefrorenen Blutbahnen.
</p>
<p>Besonders lobenswert bei dem Spiel gegen Australien, welches Merlin, Ivanna und ich im Outdoor-Public Viewing in Sandton verfolgten, war der regelmäßige Abstand in dem die Tore erzielt wurden: gerade, wenn man zu frösteln begann, haute einer der deutschen Junior-Kicker den Ball ins australische Netz – die perfekte Gelegenheit aufzuspringen und 5 Minuten lang wie wild Fahne schwenkend herum zu hüpfen. Hinzu kamen die ungefähr im 90 Sekunden-Takt vergebenen Großchancen, bei denen man sich zum mindestens voller Entsetzen auf die Knie werfen und die Hand auf die südafrikanische Erde zu hauen konnte. Wenn einem dann trotzdem noch kalt wurde, schwenkte eben die RTL-Kamera über die deutschen Fangrüppchen und forderte sie so zu ausgiebigen Jubel auf. Oder fragte einen nutzlose Fragen, deren Antworten man dann in das dicke RTL-Mikrofon brüllen musste. Durch dieses 90minütige Aufwärmtraining kam ich mit T-Shirt, Pullover und Trikot durch den frostigen Abend – es wär auch verdammt blöd gewesen, die Jacke anziehen zu müssen, weil dann die RTL-Kamera gar nicht mein Trikot hätte sehen können!
</p>
<p>Da die Deutschen aber ihre 5 tägigen Kunstpausen brauchen, um uns dann wieder verzücken zu können;  muss ich frieren – da helfen keine Jacken über der 5schichtige T-Shirt/Pullover Mischung, keine Mütze, kein Basketball/Rugby spielen mit Franz und Simon, kein heißer Tee, keine Heizung, keine Decken, nichts… Selbst wenn ich mich dazu durchringen könnte ein anderes Team (abgesehen von bafana bafana) mit Enthusiasmus zu bejubeln: es würde mir nichts nützen – die schießen nämlich alle keine Tore!
</p>
<p>Wann wird endlich Freitag?
</p>
<p>
 </p>
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	</item>
		<item>
		<title>WM Ticker: Tshabalala, Vuvuzelas and the mess with Messi</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 12:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[2 Spieltage WM 2010 sind Geschichte und schon ist die Welt genervt… Dass Vuvuzelas nerven, hat man zwar schon vor einem Jahr beim Confed Cup herausgefunden, aber kaum wurden im Dunstkreis von Bach und Beethoven die ersten 90minütigen dissonanten Klangteppiche im Fernsehen ausgelegt, klagt das verwöhnte mitteleuropäische Ohr über chronische Schmerzen. ZDF und ARD sind [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=143&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2 Spieltage WM 2010 sind Geschichte und schon ist die Welt genervt…
</p>
<p>Dass Vuvuzelas nerven, hat man zwar schon vor einem Jahr beim Confed Cup herausgefunden, aber kaum wurden im Dunstkreis von Bach und Beethoven die ersten 90minütigen dissonanten Klangteppiche im Fernsehen ausgelegt, klagt das verwöhnte mitteleuropäische Ohr über chronische Schmerzen. ZDF und ARD sind alamiert: neueste Techniken sollen die afrikanischen Klänge einfach ausradieren – währenddessen werden die Zeitungshetzen immer aggressiver.
</p>
<p>Vuvuzelas sind laut, im Klang eher unschön, stören die Konzentration der Spieler, übertönen Fangesänge und andere Stadionklänge, die man eben so gewohnt ist, reißen im trockenem südafrikanischen Winter die Lippen auf und sorgen bei ausgiebigem Konsum für fiese Kopfschmerzen. Was von diesen Punkten die vor 2 Tagen ins Land gekommenen schimpfenden Journalisten davon schon selbst erfahren oder beurteilen können, sei dahingestellt. Aber laut sind auch andere Instrumente, Dissonanz ist seit einem Jahrhundert der letzte Schrei und die Spieler werden sich schon daran gewöhnen. Die englischen Fangesänge  werden wir früh genug wieder genießen können und wenn der südafrikanische Fangesang Shosholoza angestimmt wird, stecken alle ordentlichen Menschen ihre Tröten weg. Für aufgerissene Lippen wurde bebe-Creme erfunden und gegen Kopfschmerzen gibt es immer noch Aspirin, aber diese Leiden tangieren den leidenden deutschen Fernsehzuschauer ja nicht mal.
</p>
<p>Vuvuzelas sind das wahre Maskottchen dieser WM, sie machen eine tolle Stimmung und lassen schon im Stau zum Stadion die Party steigen. Sie lassen einen über Kilometer wissen, wenn irgendwo gerade irgendwas passiert und sie sind vor allem eins: südafrikanische. Diese WM ist nicht in Wien. Basta.
</p>
<p>Nun aber zu wirklich relevanten Themen: Tshabalala!!! Was für ein Tor.
</p>
<p>Um Punkt 2 gingen wir am Freitag mit übrig gebliebenen Kindern in die Aula der Schule und hockten uns auf Matratzen vor die Leinewand des schuleigenen Public Viewings. Am Vormittag hatten fand auf dem Basketballfeld die offizielle Generalprobe für das Eröffnungspiel statt: Wir spielten mit den Kindern Südafrika-Mexiko mit dem Endstand 0:17 und 2 verletzten südafrikanischen Torwärtern. Die erste Halbzeit des echten Spiels zitterten die rund 500 Gäste tatsächlich mit der südafrikanischen Abwehr, doch kein Ball kam an Kuhne, dem besten Mann von Bafana Bafana an diesem Tag vorbei. Dann hatte Südafrika noch ein bisschen Glück und so retteten sie das 0:0 in Halbzeit. Mittlerweile waren wir kinderlos und konnten die Leistungssteigerung der Südafrikaner in vollen Zügen genießen. Dann kam die 55. Minute: ein langer Ball auf Tshabalala, der rennt und rennt und BAM – so ein Tor schießt man nur mit 90.000 Vuvuzelas im Rücken! Alle flippten total aus – 5 Minuten später kam dann auch die 5jährige Elli zu ihrer Mama und uns gerannt und schrie mich an: Die Guten haben ein Tor geschossen! Erst beim Ausgleich von Mexiko beruhigte sich der Saal wieder…
</p>
<p>Als wir abends in einer Kneipe in Melville saßen –Ruben, Robin, Merlin und ich im gelben Bafana Bafana Einheitslook und Ivanna (die einzige Nicht-Deutsche) mit übergestreiften Deutschlandtrikot – und mit einem halben Auge das Spiel Frankreich-Uruguay verfolgten, wurde Ivanna (die einzige, die bei diesem Spiel parteiisch war) dazu aufgefordert, für ein sauberes Null-Null zu sein. Für uns 4 Südafrikaner war dieser Wunsch, der tatsächlich in Erfüllung ging, ja eh eine klare Sache. Damit ist Südafrika schon praktisch im Achtelfinale<span style="font-family:Wingdings;">J</span>
	</p>
<p>Am Samstag brachte Merlin erst Ivanna zum Stadion (die Glückliche wird alle 3 Vorrundenspiele von Argentinien sehen) und fuhren dann selbst zum Public Viewing nach Sandton, wo man in entspannter Atmosphäre auf der Wiese die Spiele schauen, bzw. die wenig entspannten Fans beobachten kann. Der Nigerianer vor uns hatte offenbar Sprungfedern in den Schuhen und die Argentinier neben ihm schrien jedes Mal auf, wenn Messi am Ball war – dummerweise machte der sein bestes Spiel im Nationaldress. Weil&#8217;s so schön war werden wir uns auch heute die Partien in Sandton anschauen: erstmal gibt&#8217;s da oben viele Deutsche und dann ist es wirklich toll, sich eine Boereworst von rund 25 Boereworstständen raussuchen zu können: Beim Essen sind die Südafrikaner leider nicht sonderlich kreativ…
</p>
<p>
 </p>
<p>
 </p>
<p>
 </p>
<p>
 </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/elliinjoburg.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/elliinjoburg.wordpress.com/143/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=143&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ke Yona – Feel it, it is here!!!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 17:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Gesellschaft der Regenbogennation]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Leben und ich]]></category>

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		<description><![CDATA[    Schlange stehen im Ticketing Center Johannesburg ist eine Großbaustelle – nach wie vor und bis in alle Ewigkeit.  Ansonsten hat sich hier bezüglich emotionaler und fachkenntlicher WM-Vorbereitung eine Menge in getan – vor allem bei mir: Eine kleine Chronik der letzten Wochen:  24.05. 20:15: Wir sitzen seit 90 min im Auto auf dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=126&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div class="mceTemp mceIEcenter"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8039.jpg"></a><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040465.jpg"></a><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040531.jpg"></a><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040567.jpg"></a><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-cimg1797.jpg"></a></div>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8170.jpg"></a> </div>
</div>
<p> </p>
</div>
</div>
</div>
<dl class="wp-caption alignright">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_7935.jpg"><img class="size-medium wp-image-130" title="k-IMG_7935" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_7935.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schlange stehen im Ticketing Center</dd>
</dl>
<p>Johannesburg ist eine Großbaustelle – nach wie vor und bis in alle Ewigkeit. </p>
<p>Ansonsten hat sich hier bezüglich emotionaler und fachkenntlicher WM-Vorbereitung eine Menge in getan – vor allem bei mir: Eine kleine Chronik der letzten Wochen: </p>
<p>24.05. 20:15: Wir sitzen seit 90 min im Auto auf dem Weg zum Orlando Stadium, wo in einer viertel Stunde Bafana Bafana gegen Bulgarien auflaufen soll. Unter normalen Umständen hätte uns die Strecke höchstens 20 min gekostet; aber was ist schon noch normal, wenn der Weltcup zum ersten Mal nach Afrika kommt… Der potenzielle WM Besucher sollte also gegebenenfalls einkalkulieren, dass in Johannesburg an jedem gewöhnlichen Wochentag von 5-7 Uhr vor allem Richtung Soweto und Innenstadt (wo sich zufälligerweise die Stadien Soccer City und Ellis Park befinden) sämtliche Verkehrswege verstopft sind und etliche Straßen zu den Stadien aufgrund von Bauarbeiten gesperrt sind. Gutes Timing&#8230;  </p>
<div class="mceTemp mceIEcenter"> </div>
<p> </p>
<div id="attachment_131" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-dsc01630.jpg"><img class="size-full wp-image-131" title="k-DSC01630" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-dsc01630.jpg?w=450&#038;h=337" alt="" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Sie sehen: Die einzigen Weißen im Orlando Stadium - also fast</p></div>
<p>Doch kein Grund zum Verdruss – pünktlich zur 2. Strophe der Nationalhymne stecken wir unsere Köpfe ins Fast-WM-Stadion von Soweto und ich lasse mir die Gelegenheit nicht entgehen noch ein kräftiges ‚Morena boloka sejaba sa heso […] and united we shall stand (ab jetzt Stimmvolumen um 300 Prozent steigern) IN SOUTH AFRICA OUR LAND!&#8217; mitzuträllern. Einfach geil<span style="font-family:Wingdings;">J</span> Südafrika spielt ein munteres 1:1 gegen die erlesene Truppe aus Bulgarien und für mich bleiben als Andenken ein Dienstag voller Kopfschmerzen. Noch ein Tipp für den WM Besucher: Vuvuzelas sind laut; laut genug alle anderen Geräusche im Stadion zu übertönen, ob nun Fängesänge, Trommeln oder Alphörner, und laut genug, um eine große Packung Oropax zu rechtfertigen. </p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040444.jpg"><img title="k-P1040444" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040444.jpg?w=450&#038;h=337" alt="Verkehrschaos auf dem Weg nach Soccer City" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Verkehrschaos auf dem Weg nach Soccer City</p></div>
<p>27.05. 20:15: Wir rennen seit 30 min zum Soccer City Stadium; da es trotz spontaner Belagerung sämtlicher Gegenspuren (aus 2 mach 5 bis 6; je nachdem wie breit die Autos ist) keine, also gar keine Veränderung unserer Position gab, entschieden wir uns spontan auf der Wiese nahe einer Tankstelle zu parken und die restlichen 3-5 km zum Stadion zu laufen. Für Betty, die mithilfe wochenlanger Überredungskunst mitgeschleift wurde, war das eine von Grund auf neue Lebenserfahrung. Ein Südafrikaner läuft nicht: der Weiße joggt vielleicht ab und zu durch die Hügel von Westcliff und der Schwarze fährt Minitaxi bis vor die Haustür. </p>
<p>Doch alle Mühe wur<img class="alignleft" title="k-IMG_8039" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8039.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" />de mit einem einzigen Blick in dieses irre Stadion belohnt. 90.000 Menschen schauten sich unsere Jungs gegen Kolumbien an. Wir waren dieses Mal so<img class="alignright" title="k-P1040465" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040465.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" />gar vor der Nationalhymne auf unseren Plätzen, so dass ich voller Inbrunst in Merlins Videokamera hinein brüllen konnte: ‚Nkosi sikeleli Afrika … usw. … IN SOUTH AFRICA OUR LAND!&#8217; So ein Spaß<span style="font-family:Wingdings;">J</span> Das Spiel endete 2:1 für Südafrika, alle 3 Tore fielen durch Elfmeter, der Schiri war taub-stumm-blind (vielleicht lag&#8217;s ja an den Vuvuzelas) und das Match steht vermutlich auf der Nominierten Liste für das schlechteste Spiel des Jahres. Aber das ist egal, denn die Menschen haben gefeiert: Bafana Bafana, die Erfindung Vuvuzela (wer sich&#8217;s immer noch nicht merken kann: einfach ganz schnell Uwe Seeler sagen, kommt auf&#8217;s selbe raus) und vor allem, und das ist ja auch das Wichtigste, sich selbst. Unite, Mzansi, Unite – Vereinige dich, Süden!!! Und endlich ist auch Betty fussballbegeistert! </p>
<p>29.05. 16:00: Im Bierzelt des Basars der deutschen Schule legt die Band, die bis dahin den höchst authentischen Oktoberfestcharakter unterstrichen hat, eine neue Platte auf. Auf einmal erklingt im Schunkeltakt die südafrikanische Nationalhymne – und alle, d.h. betrunkene weiße Mittzwanziger, betrunkene indische Familien und betrunkene schwarze Schulangestellten grölen mit. Unite Mzansi Unite! </p>
<p>(Zwischenmeldung 30.05. 0:00 – Lena hat auch im Facebook Liveticker gewonnen: jetzt steht dem deutschen WM Sieg ja nichts mehr im Wege) </p>
<p>04.06. 11:00 Auch bei der Schulassembly am letzten Schultag vor den sechswöchigen Winterferien ist das WM Fieber angekommen. Zu Waka Waka, Waving Flag und Make the Circle bigger performen Klassen und Sportgruppen. Merlin hat die WM Songs bereits in Dauerschleife auf CD gebrannt und mein Lernprozess hat schon große Fortschritte gemacht: ‚When I get older, I will be stronger, they call me Freedom, just like a waving flag…&#8217; Da wird Südafrika ins Herz getroffen. </p>
<p>05.06. 10:00 Wir machen uns auf die Socken zum Trikotkauf. Für den geplanten Preis von einem Trikot springt am Ende ein original Deutschland Trikot und ein super gefälschtes Südafrika Trikot raus. Gelobt seien Ivanas ‚Kontakte&#8217;. Ich bin jetzt jedenfalls mit beiden Südafrika und einem Deutschland Jersey bestens gerüstet. Anschließend prüfen wir noch die Public Viewing Facilitäten von Newtown – Fazit: da geht was… </p>
<p style="text-align:center;">
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img title="k-P1040531" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040531.jpg?w=360&#038;h=270" alt="" width="360" height="270" /><p class="wp-caption-text">Leider bekam der Verehrte mein Kunstwerk nie zu sehen. Ansonsten würde Ivanna heute schon Messi mit Nachnamen heißen</p></div>
<p style="text-align:left;">06.06. 12:00 Nachdem wir zum gefühlt 100. Mal in Ticketing Center in Sandton nach verfürgbaren Ticktes gefragt haben, immer noch nicht unsere reservierten Karten für das Deutschland-Ghana Spiel abholen konnten, alle (die WG Besetzung plus Isabell von der Konrad Adenauer Stiftung und Ivannas indische Freundin Sharyl plus Robin) in Robins Kleinbus gestiegen und wieder ausgestiegen waren, um den Kirchen-Hund einzufangen, fuhren wir nach Pretoria. Ziel war das öffentliche Training von Argentinien; Ivanna hatte uns auf äußerst mysteriöse Listen gesetzt und ich hatte ein Schild gebastelt: ‚Lionel, Te amamos, Ivanna y los alemanes&#8217;, welches im Optimalfall noch am selben Abend zur Hochzeit von Messi und Ivanna führen sollte. </p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040567.jpg"><img title="k-P1040567" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040567.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Am Ende gab's noch Trikottausch: Das nenn' ich mal echte WM-Stimmung. Aber um's argentinische Team schein es ja schlecht zu stehen, wenn die Fans ihre Trikots lieber gegen eines von Bafana Bafana eintauschen..." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Am Ende gab&#039;s noch Trikottausch: Das nenn&#039; ich mal echte WM-Stimmung. Aber um&#039;s argentinische Team schein es ja schlecht zu stehen, wenn die Fans ihre Trikots lieber gegen eines von Bafana Bafana eintauschen...</p></div>
<p>Leider hatte sich Herr Maradonna kurzfristig für ein Miniatur Stadion entschieden, das 20% der geplanten Besucher zuließ. Da half keine Liste, sondern nur geschicktes Verhandeln. Den Torwächtern schien es regelrecht Freude zu bereiten, den Moment abzupassen, wenn die dicken, weißen Bosse nicht hinschauten und einen Schwung Messi-Fans Eintritt zu gewähren. Dabei gingen sie nach eigenen Angaben das Risiko ein, gefeuert zu werden: Südafrika hat einfach HumorJ </p>
<div class="mceTemp"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-p1040567.jpg"></a> 
<dl>Leider verloren wir in dem Durcheinander unsere Gefährten und so sahen letztendlich nur Robin, Merlin und Ich den kleinen Lionel, Demicheles und Co und Messi sein Schild nicht. Ivanna kam dann trotzdem noch irgendwie ins argentinische Fernsehen und der Abend war gerettet. </dl>
</div>
<p>   </p>
<div class="mceTemp"> </div>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8122.jpg"><img title="k-IMG_8122" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8122.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Ein herzlicher Empfang für die deutschen Bubis" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein herzlicher Empfang für die deutschen Bubis</p></div>
<p>07.06. 14:00 Den ersten Vormittag von 6 langen Wochen Holiday Care hinter uns gebracht, stiegen wir in den DSJ-Bus nach Pretoria West, wo die eine müde gutgelaunte deutsche Mannschaft ihr öffentliches Ankunftstraining absolvierte. Leider konnte ich kein Autogramm von Phillip Lahm ergattern und auch das scheißnasse Trainingstrickot Herrn Schweinsteiger glitt mir durch die Hände. Aber das tat der meiner Begeisterung keinen Abbruch die zukünftigen Weltmeister aus nächster Nähe zu bebachten. </p>
<p>10.06. 20:00 Hier sitz ich jetzt also und schreibe; müde von einer anstrengenden ersten Ferienwoche, ein bisschen deprimiert, weil ich morgen Geburtstag habe und mir das aus irgendeinem Grund nicht so richtig gefallen mag, und voller Angst, dass Conny ihre Drohung wahr macht. Die Eröffnungszeremonie werden wir wohl in jedem Fall mit den Kindern beim schuleigenen Public Viewing sehen, aber ‚wenn die Kinder bei dem Spiel zu unruhig werden, gehen wir hoch&#8217; … Ich hatte noch nie einen so schlimmen Alptraum.  </p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8170.jpg"><img title="k-IMG_8170" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/06/k-img_8170.jpg?w=450&#038;h=337" alt="" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Holidaycare: 30 kleine Weltmeister sind schonmal gekürt</p></div>
<p style="text-align:center;">   </p>
<p>Aber letztendlich wird mir immer stärker bewusst, was für ein großartiges Ereignis ich hier miterleben darf. Abgesehen vom deutschen WM-Sieg, auf den ich mich natürlich schon sehr freue, ist es vor allem die unglaubliche Begeisterung der Menschen, die Bedeutungsfülle, die die WM für dieses Land abstrahlt. Das lässt sich weder in Worte, noch in Zahlen fassen; auch nicht in die des südafrikanischen Fernseh-Giganten SABC: 64 Games, 32 Nations, 11 Languages, 3 Channels. Abgesehen davon hat diese WM für mich einen großen Vorzug gegenüber 2006: Ich kann ZWEI Teams mit Leib, Seele und Vuvuzela anfeuern: Wenn Deutschland irgendwann gegen Bafana Bafana spielen sollte (was zum Glück ziemlich unwahrscheinlich ist), wüsste ich nicht für wen ich wäre…   </p>
<p>So geht das mit dem Unite Mzansi Unite<span style="font-family:Wingdings;">J</span></p>
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		<title>Ein bisschen Babylon – Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 15:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Gesellschaft der Regenbogennation]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Leben und ich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ngifuna isiZulu. – Ich lerne Zulu. Angiwuthi isiZulu. – Ich spreche kein Zulu. … ein Moment: meine Kenntnisse sind noch nicht ganz erschöpft… Bafana Bafana badlala ibola kabolile. &#8211; Bafana Bafana spielt schlecht Fussball. Ngibonile izindlovunye futhi ngicabanga iJohannesburg limbi. – Ich habe viele Elefanten gesehen und ich denke, Johannesburg ist hässlich. So. Hiermit habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=122&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ngifuna isiZulu. – Ich lerne Zulu.</p>
<p>Angiwuthi isiZulu. – Ich spreche kein Zulu.</p>
<p>… ein Moment: meine Kenntnisse sind noch nicht ganz erschöpft…</p>
<p>Bafana Bafana badlala ibola kabolile. &#8211; Bafana Bafana spielt schlecht Fussball.</p>
<p>Ngibonile izindlovunye futhi ngicabanga iJohannesburg limbi. – Ich habe viele Elefanten gesehen und ich denke, Johannesburg ist hässlich.</p>
<p>So. Hiermit habe ich euch mein gesamten Zulu Vokabular zu Füßen gelegt. Moment einer geht noch:</p>
<p>iGermany lizophumeleli nge-Worlcup. – Deutschland wird die Weltmeisterschaft gewinnen.</p>
<p>Ok, das wär jetzt auch mit ausgeprägten Englisch Kenntnissen, aber so einfach ist das Futur der 3. Klasse gar nicht zu bilden!!!</p>
<p>Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich seit 4 Wochen keine verbalen Ohrpfeifen von meiner Zululehrerin erhalten haben und der Abschluss des Beginners-Kurses auch schon wieder 2 Wochen her ist. Genug Zeit das an der Oberfläche gesammelte Wissen von dem Johannesburger Herbstregen wegschwemmen zu lassen. Es war auch wirklich eine große Belastung für mein eingeschläfertes Gehirn<span style="font-family:Wingdings;">J</span> Außerdem ist mit dem oben gesagten alles gesagt, was auch nur annähernd von Relevanz ist. Mehr braucht die Welt wirklich nicht zu wissen, gleich gar nicht auf Zulu!</p>
<p>Am 25. Februar hatte ich nach langem hin und her meine erste Stunde im Beginners-Kurs. Nach einer halben Stunde forderte die Lehrerin ihre 3 strebsamen Schüler dazu auf, sich vorstellen, drei Omas (gogo) zu sein und einen Dialog zu schreiben. Dummerweise meinten die anderen beiden nun mit ihren rudimentären Zulu-Kenntnissen prahlen zu müssen, wodurch mein innerer Protest gegen diese unmögliche Aufgabe im keim erstickt wurde. 20 Minuten später wurde über den Ehemann gelästert, dessen Ehefrau faul und über dies auch weiß war: &#8222;Heibo&#8220; (Exklamation des Erstaunens). Und ich war irgendwo bei &#8222;Sawubona&#8220; (Hallo) und &#8222;Unjani&#8220; (Wie geht&#8217;s) hängen geblieben. Irgendwann sehr viel später waren die 180 Minuten Silbenrauschen vorbei; die ersten Hausaufgaben versprachen weitere 360 Minuten übers Wochenende: Mich und meine Familie vorstellen (naja das wird sich sicherlich irgendwo auf den 30 Ausdrucken finden lassen) und meine Lieblingskleidung beschreiben (das stand definitiv auf keinem der Blätter). Ich nahm mir vor, bei erst bester Gelegenheit Betty zu konsultieren.</p>
<p>Da ich am Wochenende mit einer Horde schwarzer und indischer Frauen wandern war und diese mit großer Begeisterung mein Vokabeltraining unterstützten (wenn sich gerade nicht jammerten, wie unglaublich anstrengend wandern ist), fühlte ich mich bestens vorbereitet als ich am kommenden Dienstag die Sprachschule betrat. &#8222;Igama ubaba nguGregor&#8220; – &#8222;Liga&#8220; – &#8222;What&#8220; – &#8222;Igama<em> liga</em> ubaba nguGregor&#8220; – &#8222;oh, yes, of course&#8220; Ganz klar mein Fehler, hätt ich auch von allein drauf kommen können … What the fuck soll dieses <em>liga</em>??????</p>
<p>Es blieb noch eine lange Zeit die seltsame Eigenart unserer Lehrerin Silben und Worte in meine wohlüberlegten Satzfragmente einzubauen, ohne zu erklären, warum. Irgendwann erläuterte sie, dass wir noch dahin kommen würden. Für mich blieb es bis zuletzt ein Rätsel wie ich korrekte Sätze bilden sollte, ohne <em>da</em> zu sein. <em>Da</em> erschien mir als ein sehr mysteriöser unendlich ferner Ort. Also blieben meine Sätze weiter unkorrekt, irgendwann gewann ich das genervte Augenrollen unserer Lehrerin fast ein bisschen lieb und auch die Hausaufgaben blieben ähnlich abstrakt. Doch ob wir nun von Dienstag auf Donnerstag die gesamte Serie Shaka Zulu kaufen, anschauen und eine Folge übersetzen sollten oder in gleicher Zeitspanne ein Plakat über Zulu-Culture zu erstellen und ein 10minütiger Vortrag dazu auszuarbeiten war – das alles erreichte nicht jenen Schwierigkeitsgrad: &#8222;Stop two strangers and talk to them in Zulu&#8220; –What?!? Ich kann doch nicht einfach jemanden anquatschen. Die denken doch ich bin verrückt UND dumm und sagen mir bloß, dass ich aufpassen soll nicht überfallen zu werden. Und überhaupt, wer will schon mit einer Weißen, die kein Zulu kann, Zulu sprechen.</p>
<p>Nach dem das äußerst schlagkräftige Argument, man könnte den Leuten ja nicht ansehen, welcher Ethnie sie angehören, mit der äußerst wahren These, in Johannesburg könnte jeder Schwarze Zulu totgeschlagen wurde und auch ein Gespräch mit Betty über die spielende Kinder nicht gelten gelassen wurde, kam es zum äußersten. Das dokumentierte Gespräch mit einem Fremden wurde Bestandteil des Abschlusstest. Bald schon war ich nicht mehr in der Lage mir begegnete Menschen mit dunkler Hautfarbe mit ‚Hi&#8217; zu begrüßen, da mich das schlechte Gewissen quälte, nicht ‚Sawubona&#8217; zu sagen. Zweimal war der Test aufgrund meiner kranken Mitschülerin verschoben wurden, 3 mal hatte ich Betty um Rat gefragt und als einziges Resultat konnte ich keinem Schwarzen mehr in die Augen sehen.</p>
<p>Was daran so schwer war, fragt ihr euch? Keine Ahnung; das zu wissen, hätte die Lösung des Problems bestimmt bedeutend einfacher gemacht. Aber habt ihr schon mal versucht einen Fremden in einer Sprache anzusprechen, in der ihr nicht mehr, als die Begrüßungsfloskeln, den Namen eures Vaters und euren WM-Tipp ausdrücken könnt? Hinzu kommt noch mein Trauma von Finnland, wo mir jedes Mal, wenn ich meine Finnisch-Kenntnisse vor mir ausbreitete, ohne mit der Wimper zu zucken auf Englisch geantwortet wurde. Ich hab heute noch Albträume von dieser englischsprachigen Hexe beim tamperischen Mc Donalds!</p>
<p>Also blieb mir nur übrig, etwas zu erfinden. Darin bin ich ja zeitweilig ganz gut, obwohl ich&#8217;s auf Zulu noch nicht ausprobiert hatte. Ich schuf ein raffiniertes, an Glaubwürdigkeit kaum zu übertreffendes Zulu-Dialog-Baby, das jetzt das Tageslicht erblickt, weil ich es euch einfach nicht vorenthalten will:</p>
<p>Ngihambile endoda futhi ngithe: &#8222;Sawubona. Unjani?&#8220; – Ich ging zu einem Mann und sagte &#8222;Hallo. Wie geht&#8217;s dir?&#8220;</p>
<p>Ubheke mina. – Er schaute mich an. (ich hab leider kein Wort für erschrocken, erstaunt, entsetzt oder irritiert gefunden)</p>
<p>Ngikhulume yena. – Ich sprach zu ihm (Wenn Gott Zulu könnte, kläng das jetzt ziemlich biblisch. Obwohl, Gott ist wahrscheinlich einer der wenigen die Zulu können – dazu möchte man schon allmächtig sein!)</p>
<p>&#8222;Ngifunda isiZulu futhi ngifunele ukukhuluma isiZulu&#8220; – &#8222;Ich lerne Zulu und ich muss Zulu sprechen.&#8220;</p>
<p>Uhleke futhi uthe yini. Angiqondanda. – Er lachte und sagte etwas. Ich verstand nicht.</p>
<p>Ngibuze: &#8222;Utheni?&#8220; – Ich fragte &#8222;Was hast du gesagt?&#8220;</p>
<p>Uthe: &#8222;It&#8217;s good that you learn Zulu&#8220; (Seht ihr, wie authentisch dieses Gespräch ist: nach 3 Sätzen ist man bei Englisch)</p>
<p>Bese ngibuze: &#8222;Uthandina iJohannesburg?&#8220; – Dann fragte ich: &#8222;Magst du Johannesburg?&#8220;</p>
<p>Uphendule: &#8222;Yebo, kodwa ngiphuma eMpumpalanga. Uthanda imvelo kakhulu.&#8220; – Er antwortete: Ja, aber ich komme aus Mpumpalanga. Ich mag die Natur sehr&#8220; (Eine sehr poetische Geschichte, nicht <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Ngithe: &#8222;Ngiphuma eGermany. Ngithanda ikhaya lami njalo.&#8220; – Ich sagte: Ich komme aus Deutschland. Ich mag mein zu Hause auch.</p>
<p>Ubuze: &#8222;Wenzani eSouth Africa?&#8220; – Er fragte: Was machst du in Südafrika?</p>
<p>Ngiphendule: &#8220; Ngisebenza e German School. Ngifunele ukuhamba lapho.&#8220; – Ich antwortete: Ich arbeite an der deutschen Schule. Da muss ich jetzt hingehen.</p>
<p>Hamba kahle!</p>
<p>Sala kahle!</p>
<p>100 Punkte für diesen echten Dialog <span style="font-family:Wingdings;">J</span> Auch der Rest des ‚Tests&#8217; lief gut, doch damit nehme ich das vorläufige Ende der Erzählung schon vorweg.</p>
<p>Zwischen dem ersten Schock und dem glorreichen Abschluss lagen 2 Wochen, in denen mich Agnes und Julius ablenkten und ich mich als der dümmste Mensch dieses Planeten ansah (Zugegebenermaßen hielt ich mich mein Leben lang eher für begrenzt blöd, also zumindest im theoretischen Bereich – in der Praxis würde mein Vater mir wohl vehement widersprechen, da ich an einem verheerenden Nachmittag den Kreuzschlitzschraubenzieher nicht von einem … äh Schlitzschraubenzieher unterscheiden konnte). Jedenfalls ist Zulu, ob nun mit oder ohne Ablenkung, sehr viel schwerer zu durchschauen als Integralrechnung und Papas Werkstatt!</p>
<p>Außerdem gab es da noch die eher belustigte Bemerkung meiner Xhosa-Leherin und indischen Mitschülerin, sie hätten schon gemerkt, dass ICH kein Rassist wäre, nachdem ich zur Abwechslung mal wieder meinte, diese Tatsache kundtun zu müssen. Die beiden hatten sich über das (weiße) Personal der Sprachschule ausgelassen, das unsere Lehrerin wohl ganz über drangsalierte. Ich war währenddessen tief in die Possesivpronomonen der 1.Klasse versunken (wami, wakho, wakhe usw.), sodass ich nur den Satz hörte: &#8222;They&#8217;re all rascists&#8220; – &#8222;Not me&#8220; (hab ich von den Kindern gelernt: Wer hat Daniellis Spielzeug weggenommen – Not me!; Wer hat das Bad überflutet – Not me!; Wessen Jacke ist das – Not me!) – &#8222;Yeah, we noticed <em>that&#8220;</em> Da war ich vielleicht stolz, nachdem mir doch am 1. Abend suggeriert wurde, dass ich jetzt schon seit ci. 30 Wochen Rassist sein müsste und mir vom lieben Rainer schon zwanzigmal das Gehirn vergiftet wurde, wie es Greg so hübsch ausdrückt.</p>
<p>Aber ich komm schon wieder vom Thema hab. Eines schönen Abends hatten wir nämlich die Unterrichtseinheit ‚Zulufying&#8217; – danach war die Welt wieder unkompliziert und schön. Wenn man ein Wort nicht weiß, was bei einem Wortschatzvolumen von 20 ziemlich wahrscheinlich ist, nimmt man sich einfach das Englische und fügt nach Belieben Zulu- Pre- und Suffixe an. iPolitician ist der Politiker und amaPolitician sind die Politiker. Ist das nicht genial! Es ist in jedem Fall ein belebendes Element in den soundso schon 10Sprachen-pro-Satz Konversationen zwischen den Johannesburgern. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, worin dann das Existenzrecht von der Sprache ‚Zulu&#8217; begründet liegt. Also erstens sollten man bei diesem Kritikpunkt erstmal bei Afrikaans ansetzten, das klingt nämlich echt kacke, und außerdem spricht ja der liebe Gott Zulu und der hat&#8217;s wahrscheinlich auf seine Weltkulturerbe Liste gesetzt, auf der übrigens auch noch das Dresdner Elbufer zu finden ist, da bin ich ganz sicher<span style="font-family:Wingdings;">J</span></p>
<p>Zu guter Letzt stellte sich noch heraus, dass unsere Lehrerin eine angehende Sangoma war. Sangomas sind die traditionellen Heiler, die bei Sorgen, Nöten und Schnupfen die Ahnen heraufbeschwören und sie fragen, ob das so sein muss – ‚Ja,klar&#8217; – und ob sie gewillt sind was dagegen zu machen – ‚Mal gucken&#8217;. Den einzigen Sangoma, den ich zuvor getroffen hatte, schien ein ganz dicke Zigarette bei dieser Aufgabe zu helfen und sein Lehrling erzählte uns, dass ihn die Vorfahren sogar dazu zwängen Dagga (Mariuhana) zu rauchen. Meine Lehrerin hab ich nie zugekifft erlebt, dafür hab ich ordentlich eins hinter die Ohren gekriegt hab, als ich in einem schwachen Moment das Wort ‚some kind of magic&#8217; mit der Heilertätigkeit in Verbindung brachte…</p>
<p>Als Sahnehäubschen des Kurses haben wir dann tatsächlich noch ein bisschen handfeste Grammatik gepaukt. Das fand ich toll, aber nach spätestens dem 5. Ausdruck voller Silben, die jeweils zu einer Klasse (es gibt 13) und einer grammatischen Funktion gehören, war meine Begeisterung verflogen. Aber das macht nichts. Mit Zulufying und ein bisschen intelligentem Raten (nennen wir es Sprachgefühl) kann ich ja alles sagen, was zu sagen ist:</p>
<p>iGermany lizophumeleli nge-Worlcup. – Deutschland wird die Weltmeisterschaft gewinnen.</p>
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		<title>Ein bisschen Babylon</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 16:50:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Gesellschaft der Regenbogennation]]></category>

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		<description><![CDATA[   In Südafrika werden offiziell 11 Sprachen gesprochen: Afrikaans und Englisch für die Weißen und isiZulu, isiXhosa, isiNdebele, Siswati, Setswane, Nord- und Südsotho, Tshiventa und Xitsonga für die Schwarzen. Damit liegt es im Sprachenwirrar – Ranking direkt hinter Indien an zweiter Stelle. Während während der Apartheid neben Afrikaans nur Englisch akzeptiert wurde, werden heute auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=109&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_110" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-p1040013.jpg"><img class="size-full wp-image-110" title="Auf dem Constitutional Hill: 'Verfassungsgericht' in den 11 Sprachen Südafrikas" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-p1040013.jpg?w=320&#038;h=240" alt="AAuf dem Constitutional Hill: 'Verfassungsgericht' in den 11 Sprachen Südafrikas" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Constitutional Hill: &#039;Verfassungsgericht&#039; in den 11 Sprachen Südafrikas</p></div>
<p>  </p>
<p><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-eugene-terreblanche-speak-001.jpg"></a><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-080619mg-480x326.jpg"></a>In Südafrika werden offiziell 11 Sprachen gesprochen: Afrikaans und Englisch für die Weißen und isiZulu, isiXhosa, isiNdebele, Siswati, Setswane, Nord- und Südsotho, Tshiventa und Xitsonga für die Schwarzen. Damit liegt es im Sprachenwirrar – Ranking direkt hinter Indien an zweiter Stelle. Während während der Apartheid neben Afrikaans nur Englisch akzeptiert wurde, werden heute auch 9 afrikanische Sprachen als offizielle Amtssprachen verwendet. In der Praxis bedeutet das: größtenteils englische Ausschilderungen, je nach Region werden Afrikaans oder die hiesige afrikanische Sprache mit eingeflochten; 5 verschiedene Nachrichtensendungen (ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, ob da tatsächlich der selbe Inhalt vermittelt wird); Fussball mit aller 10min wechselnder Sprachen (ich freu mich schon auf die WM…) und eine Menge Missverständnisse.     </p>
<div id="attachment_111" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-julius-malema.jpg"><img class="size-medium wp-image-111" title="k-julius-malema" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-julius-malema.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Malema, unser kleine Demagoge" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Malema, unser kleine Demagoge</p></div>
<p>  </p>
<p>So wurde zum Beispiel der von Julius Malema (ANC-Youth-League-Leader) immer wieder gern geträllerte Freiheitssong ‚Shoot the boer&#8217;, sprachlich und intentionell völlig missverstanden. Malema hat ja nicht gemeint, dass irgendjemand irgendwelche Buren umbringen soll! </p>
<p>Aber plötzlich lag Eugene Terre&#8217;Blanche (was für ein klangvoller Name für einen so geistig un-ästhetiken Mann) erschlagen (wohl gemerkt nicht erschossen, da hat einer in Englisch wieder nicht aufgepasst…) in seinem Bett in Ventersdorp, wo Schwarz-Rot-Weiß noch als hübsche Farbenkombinations gilt. Herr Blanche war der Führer der Afrikans Weerstandsbeweging, die vor allem Anfang der 90iger ordentlich Weerstand gegen alles nicht-Afrikaanse in Südafrika geleistet hat. </p>
<p>Bald war jedoch klar, dass doch kein großes interrassistisches Verständnisproblem vorlag, sondern nur eine Zahlungsverzögerung seitens Terre&#8217;Blanches an seine Farmarbeiter, einen 15jährigen und einen 21jährigen Schwarzen.   Dachte man&#8230; </p>
<div id="attachment_112" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-eugene-terreblanche-speak-001.jpg"><img class="size-medium wp-image-112" title="k-Eugene-TerreBlanche-speak-001" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-eugene-terreblanche-speak-001.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Eugene Terre'Blanche: Achja, der Banner da hinter ihm sieht nur so aus, wie ihr jetzt denkt, dass er aussieht - und die Farben sind auch nur Zufall:-)" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eugene Terre&#039;Blanche: Achja, der Banner da hinter ihm sieht nur so aus, wie ihr jetzt denkt, dass er aussieht - und die Farben sind auch nur Zufall:-)</p></div>
<p>  </p>
<p>Als dann alle nochmal ganz genau hingeguckt hatten, stellte man fest, dass Terre&#8217;Blanche sein totbringendes Schläfchen mit runtergelassenen Hosen und um sich herum verstreute gebrauchte Kondome verbracht hat. So erfreulich es ist, dass sich offenbar schon bis nach Ventersdorp herumgesprochen hat, dass Aids nix Feines ist, so irritiert war doch die Öffentlichkeit. Ein homosexueller Sexualstraftäter an der Spitze der Ultra-Konservativen (die noch die Studentenwohnheime nach Geschlechtern trennen)? Ne, kann nicht sein – da hat der Ober-Ermittler wohl was falsch verstanden, weshalb er auch bald ausgetauscht wurde und schon ward ein Deckel über die ganze Geschichte gestülpt …     </p>
<p>Das eigentliche Missverständnis der Problematik liegt aber viel tiefer. Herr Blanche war nur deshalb so ein trauriger Mann, der der Nähe kleiner Jungs bedurfte, weil keiner ihm sein afrikaanses Homeland geben wollte. In Prinzip war  das doch ein sehr logischer Wunsch von ihm: 30 Jahre lang hat die Apartheid-Regierung versucht, der afrikanischen Bevölkerung die Idee von abgegrenzten, selbstverwalteten Gebieten schmackhaft zu machen. Die fanden es nur zu doof, wie Tiere im Nationalpark willkürlich &#8216;versetzt&#8217; und eingezäunt zu werden. Und kaum hatte man den gedanken neu überdacht, war Südafrika eine handfeste Demokratie, in der jeder wohnen konnte, wo er wollte. Also sagten sich die Erdenker der Idee, machen wir doch unser eigenes Homeland, wo wir die Afrikaner eben nicht hereinlassen, anstatt sie nicht herauszulassen… Nur hat den Vorschlag bis heute kein Regierungsmitglied gegengezeichnet. Aber warum eigentlich nicht: als wir im Urlaub durch die North-West-Provinz gefahren sind, sind wir 2 Tage lang durchs Nichts gefahren – da war nicht mal ein Baum oder irgendwas, das nicht unter die Kategorie ‚Nichts fällt&#8217;. Da hätte sich Herr Blanche doch seine Farm hinsetzen, einen Zaun herum bauen und keinen hereinlassen können. Fertig ist der Boerevolkstaat – und Eugene würde heute noch seine Kühe melken!    </p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-img_5291.jpg"><img title="k-IMG_5291" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-img_5291.jpg?w=320&#038;h=240" alt="Einfach mal ne Weile nix hätte Herrn Blanche bestimmt nicht geschadet" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Einfach mal ne Weile nix hätte Herrn Blanche bestimmt nicht geschadet</p></div>
<p>  </p>
<p>Zwischen Julius Malema und dem Rest der Welt gibt es übrigens sehr viel mehr Verständnisprobleme, als ausschließlich fragliche musikalische Darbietungen. Nicht nur seitdem er kürzlich einen Journalisten aus der Pressekonferenz geworfen hat, gilt er in weiten Kreisen als verrückt. Wie das mit verrückten Machthabern so ist, amüsiert sich der Pöbel (schwarzer und weißer gleichermaßen) liebend gern über Malema – und wird von ihm in seinen Albträumen verfolgt. Dass Mugabe in Zimbabwe gerade seinen Landverteilung zu Ende bringt, indem er die gesamt ‚weiße&#8217; Industrie rauswirft und das hungernde Land damit über den Abgrund hinaustreibt, findet der sich schon selbst als zukünftiger südafrikanischer Präsident feierten Malema ziemlich gut und von ANC-Seite äußerst unterstützenswert. Wenn man Malema googelt, findet man auf der ersten Seite in den Überschriften &#8222;Rottweiler des ANC&#8220;, Diktator, Idiot und Nutter.  </p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 388px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-080619mg-480x326.jpg"><img title="k-080619mg-480x326" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-080619mg-480x326.jpg?w=378&#038;h=304" alt="Malema ist als ANC Youth League Leader in der Nachfolge Mandelas - ob der alte Mann das wohl so super findet..." width="378" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Malema ist als ANC Youth League Leader in der Nachfolge Mandelas - ob der alte Mann das wohl so super findet...</p></div>
<p>  </p>
<p><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/04/k-080619mg-480x326.jpg"></a>  </p>
<p>Es könnte jedoch auch ein weltweites Missverständnis über die Person Malema vorliegen: immer mal wieder hört man die These, Malema sei eigentlich nur der egenschirm Zumas, der ausreichend Blödsinn machen muss, um die geballte mediale Aufmerksamkeit auf sich abzufangen… Wenn ihr grad nicht Abi schreibt und Lust habt, könnt ihr euch ja mal folgendes zu Gemüte führen:<span style="color:black;font-family:Arial;"><br />
<em>www.guardian.co.uk/&#8230;/<strong>julius</strong>-<strong>malema</strong>-mandela-robert-mugabe </em></span>      </p>
<p style="text-align:center;">    </p>
<p>Da der kleine Umweg über Südafrika und seine großen Männer völlig ungewollt war, kommt jetzt die geniale Überleitung: amaPoliticianela South Africa mahlala. uWesterwelle wuhlala njalo.       </p>
<p>Das war Zulu.       </p>
<p>Und heißt… Südafrikanische Politiker sind verrückt. Westerwelle auch.       </p>
<p>Mehr von meinen ausschweifenden Zulu-Kenntnissen, mehr von dem Sprachkurs und mehr von den afrikanischen Sprachen Südafrikas – kurz mehr von dem eigentlichen Themas dieses Blogeintrages gibt&#8217;s im nächsten Blogeintrag!</p>
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		<title>120 days to go – ein kleines (Fussball)Stimmungs-Update</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Afcon 2010 (African Cup of Nations) ist Geschichte mit feiernden Ägyptern als Sieger. Das ist durchaus verdient, nicht aufgrund ihrer spielerischen Klasse, aber vermutlich waren sie die einzigen auf diesem Planeten, die sich ernsthaft für dieses Turnier interessierten (neben unserer Fussball-WG bestehend aus Stefan, Merlin, temporär Robin und mir). Der Rest der Welt hat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=elliinjoburg.wordpress.com&amp;blog=9528070&amp;post=87&amp;subd=elliinjoburg&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_88" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030375.jpg"><img class="size-medium wp-image-88 " title="AFCON Finale Ghana-Ägypten auf SABC1" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030375.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">AFCON Finale Ghana-Ägypten auf SABC1; ganz ehrlich... auf diesem Sender will sich keiner ne ganze WM angucken...</p></div>
<p>Der Afcon 2010 (African Cup of Nations) ist Geschichte mit feiernden Ägyptern als Sieger. Das ist durchaus verdient, nicht aufgrund ihrer spielerischen Klasse, aber vermutlich waren sie die einzigen auf diesem Planeten, die sich ernsthaft für dieses Turnier interessierten (neben unserer Fussball-WG bestehend aus Stefan, Merlin, temporär Robin und mir). Der Rest der Welt hat das Spektakel in Angola nur mit dem halben rechten Auge beobachtet, um auch ja keinen weiteren Rebellenangriff zu verpassen. Fast-Tote gab es dann aber nur bei dem Halbfinale Ägypten – Algerien (im übrigen die Revanche für Ägyptens für das verlorene WM-Ouali-Relegationsspiel), welches Algerien mit ganzen 8 Spielern beendete, weswegen für die WM schon mal der halbe Kader gesperrt ist. Ansonsten war die ganze Veranstaltung weitaus weniger spektakulär, als von Namen wie Drogba, Zidan und Eto’o zu erwarten war.</p>
<div id="attachment_89" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030381.jpg"><img class="size-medium wp-image-89 " title="k-P1030381" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030381.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Finale war dann so spannend, dass wir nebenbei noch Zeit hatten unseren Grill einzuweihen</p></div>
<p>Da hat sich die Krabbelgruppe Ghana (gefühlter Altersdurchschnitt 18) um den verletzten Essien als Finalist noch am besten verkauft. Aber keine Angst, wenn ich am 23.Juni in Soccer City in meine Vuvuzela tröte (was ich mittlerweile nämlich kann!!!), hat Ghana keine Chance gegen uns.</p>
<p>In Südafrika konnte der Afcon leider keine Straßenfeste und keinen kollektiven Fussballrausch ins Leben rufen, da sich das südafrikanische Nationalteam Bafana Bafana das ganze Theater aus dem fernen Swaziland angeschaut hat. Die verpasste Quali wurde dann aber im Handumdrehen durch ein spektakuläres 6:2 gegen Swaziland und ein 3:0 gegen Zimbabwe wett gemacht. Wenn das den Kollegen aus Frankreich und Mexiko keine Angst einflößt, weiß ich auch nicht… Dennoch, trotz dieser berauschenden Resultate, traut die eigene Bevölkerung mir völlig unverständlicherweise ihrem Team NICHT den Gewinn der WM zu (Betty: „Bafana Bafana is doing really bad, dont they“ Ich:“Well, they just won against Swaziland” Betty:”Really, did they???” Ich: „Yeah, quite high actually“ Betty: „Wow, great, I thought they can’t do anything… But Swaziland, they aren’t that good, are they?“ Ich: “öh nop”). Wen man auch fragt, alle denken Brasilien oder Italien gewinnt die WM und Südafrika fliegt ohne Tor in der Vorrunde raus. Was für eine traurige Vorstellung (also das mit Italien mein ich), und das obwohl das doch sonst ein so optimistisches Land ist.</p>
<div id="attachment_92" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p10207062.jpg"><img class="size-medium wp-image-92 " title="k-P1020706" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p10207062.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Skyline von Durban mit Moses Madhiba Stadium - vielleicht schauen wir uns da Australien - Deutschland an...</p></div>
<p style="text-align:left;">So haben sie zum Beispiel bis zum Schluss daran geglaubt, dass die Stadien rechtzeitig fertig werden. Nun, am Schluss, stehen die neuen, schicken Fussball Tempel; bis Juni sollen sich dann auch noch die Mondlandschaften um sie herum in High-Tech Bahnhöfe oder Parkplätze verwandeln.</p>
<div id="attachment_93" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030229.jpg"><img class="size-medium wp-image-93 " title="k-P1030229" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030229.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Greenpoint-Stadium in Kapstadt</p></div>
<div id="attachment_94" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030526.jpg"><img class="size-full wp-image-94 " title="k-P1030526" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030526.jpg?w=270&#038;h=202" alt="" width="270" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Johannesburg ist eine Großbaustelle und raubt uns so jeden Tag eine halbe Stunde Lebenszeit im Stau und hat mittlerweile mithilfe eine Rießenschlagloches einen Reifen von uns kaputt gemacht</p></div>
<p style="text-align:left;">In den Städten stößt der Optimismus da schon eher an seine Grenzen: Seit unserer Ankunft in September sind die Löcher in den Straßen zwar spürbar tiefer geworden (also die gewollten, die 6 spurige Straßen zu superbreiten Straßen ohne Spuren machen; und die ungewollten, liebevoll auch potholes genannt, die voller bösem Willem auch mal hilflose Autoreifen von armen Autobesitzern kaputt machen) – aber es ist doch nicht mehr allzu viel Zeit, die Löcher mit Inhalt zu füllen.</p>
<div id="attachment_95" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1020328.jpg"><img class="size-full wp-image-95" title="k-P1020328" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1020328.jpg?w=450&#038;h=337" alt="" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Soccer City - ich freu mich drauf</p></div>
<p style="text-align:left;">Im Gegensatz dazu scheint für südafrikanische Verhältnisse noch reichlich Zeit zu sein, die Stadien mit Menschen zu füllen. Schon in der vorletzten Verkaufsphase(bis Mitte Januar) stieg die Nachfrage schon recht deutlich an; nicht zu vergleichen mit der WM in Deutschland, doch immerhin besteht die Chance, dass die wichtigsten Spiele am Ende ausverkauft sind. Dazu beitragen werden hoffentlich auch die gerade erdachten Direktverkaufsstelle, die ab Mitte August geöffnet werden sollen. Es mag in mitteleuropäischen Ohren ein bisschen steinzeitlich klingen, aber dort soll es dann tatsächlich möglich an einem Schalter Bargeld abzugeben und dafür ein echtes Ticket aus Papier zu erhalten, dass einem den Einritt zu noch verfügbaren WM-Spielen ermöglicht. Da der Durschnitts-Südafrikaner nicht dazu tendiert ein halbes Jahr im Voraus (vor allem in finanzieller Hinsicht) zu planen und außerdem in den Blechhütten der Townships neben Wasser- auch meistens Internetanschluss fehlt, ist das durchaus keine schlechte Idee.</p>
<p>Unsere eigenen Ticketambitionen sollten eigentlich schon vor einem Monat gestillt worden sein, nur leider hat uns keiner verraten, dass Kategorie 4 für umgerechnet 14 Euro offiziell nur für Südafrikaner zugänglich ist; weswegen wir erst noch unseren Hausmeister und seine Freunde mit passendem Pass (hihi Wortwitz) in Bewegung setzen mussten. Natürlich wieder zu spät, weswegen das Ganze in der aktuellen First Come – First Served Phase ein bisschen brenzlig werden könnte. Aber wenn es mit den eigentlichen Plänen (Dtl. – Australien in Durban; Dtl. – Ghana in Socc<a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1020494.jpg"><img class="size-full wp-image-96 alignleft" title="k-P1020494" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1020494.jpg?w=360&#038;h=270" alt="" width="360" height="270" /></a>er City und Südafrika – Uruguay in Pretoria) nicht klappt, guck ich mir auch gerne Neuseeland – Slowakei oder Honduras – Chile an… Hauptsache ich beuge mich dem Werbeslogan: „Make sure you can say: ‚I was there‘!“. And I will be there!!!</p>
<div id="attachment_97" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030519.jpg"><img class="size-full wp-image-97" title="k-P1030519" src="http://elliinjoburg.files.wordpress.com/2010/02/k-p1030519.jpg?w=216&#038;h=288" alt="" width="216" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Eine kleine Illustration des perfekten Bafana-Bafana Fans: Trikot (Merlin hat oben das gelbe Heimtrikot an), Fahne und natürlich die Vuvuzela:-)</p></div>
<p>Bleibt nur noch die Frage nach der Bedeutung und den Auswirkung des größten Sportevents auf dem afrikanischen Kontinent ever. Es scheinen sich die rationalen Stimmen zu mehren, die das Ganze als ein großes Desaster darstellen. Der Staat hat Geld für Stadien und Straßen ausgegeben, das er nicht hat, man braucht auch keinen Propheten, um zu wissen, was die tausenden von Bauarbeitern, die hier täglich die Straßen umgraben, nach der WM machen und irgendein Neunmalklug hat jetzt auch noch ausgerechnet, dass selbst im optimalen Fall zur WM nicht viel mehr Touristen im Land sein werden, als jährlich zu Hauptsaison im Dezember. Wenn ich euch jetzt verrat, dass es im Juni vermutlich Arschkalt sein wird und man den Abendspielen nur mit 3 Jacken und Mützen beiwohnen kann, spiel ich diesem Neunmalklug auch noch in die Hände. Ganz ehrlich, vielleicht ist es dann wirklich schöner, sich den deutschen WM-Sieg in dem heimischen Biergarten bei lauer Sommerluft anzuschauen…</p>
<p>Dennoch ist die Bedeutung der WM hier kaum zu erfassen. 2010 soll sich als südafrikanische Jahreszahl gleichermaßen in das Weltgedächtnis brennen, wie 1994. Alles soll anders und besser werden, die Menschen sollen zusammen feiern und das Land zusammen wachsen. Wenn ich mich da so an den emotionalen Wert der WM 2006 erinnere, denk ich, dass da einiges möglich ist…</p>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 10:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth</dc:creator>
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		<category><![CDATA[technisches Zeug]]></category>
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<p>Ein kleiner Bericht kommt vielleicht noch:-)</a></p>
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